Freiheit für Hunde

Kürzlich auf einem Spaziergang mit meinem, mittlerweile ziemlich alten Hund. Er geht nach links, schnüffelt, dann nach rechts, schnüffelt … nix Interessantes, also wieder nach links, usw. Das Leben ist schön. Da kommt von weit her eine Frau mit Ihrem Hund an der Leine und ruft nervös: «Nehmen Sie Ihren Hund an die Leine.» Ich tat wie mir befohlen. Als wir uns kreuzten, fragte ich sie, warum sie denn ihren Hund nicht frei laufen lasse. Er komme nicht, wenn sie ihn rufe, ausserdem haut er manchmal ab …. Warum bringen sie ihm nicht das Abrufen bei, fragte ich sie. Sie wolle ihm nicht ihren Willen aufzwingen, er soll frei bleiben. Wirklich passiert!! Freiheit an der Leine? Es ist richtig, den Hund an der Leine zu lassen. Bis er die Grundkommandos Sitz, Platz, Bleib und Komm beherrscht. Das sind Kommandos, die jeder Hund schnell begreifen wird. Ach ja, Kommandos, das klingt so herrisch, fast militärisch. Wenn ein Hund sich nicht an seinem Herrchen oder Frauchen orientieren kann, ist er gezwungen, selber Entscheidungen zu treffen. Das will er zwar nicht unbedingt, aber er wird es tun. Deshalb ist es zwingend notwendig, dass er jemanden dabei hat, der das Sagen hat. Hunde brauchen und wollen das. Und wenn ein Hund abrufbar ist, kann er auch ohne Leine spazieren gehen. Dann kann er links schnüffeln, oder rechts, wie es ihm gefällt. Er weiss, dass im «Back Up» jemand ist, auf den er sich verlassen kann. Ein Rudeltier braucht das.
Also: Unbedingt mit dem Hund die 4 Grundkommandos üben (Training macht den Hunden übrigens grossen Spass). Und dann kann er auch ohne Leine gut «geführt» werden. Und es ist absolut hundegerecht, wenn der Hund sich an seinem Meister oder Meisterin orientieren kann. Das Tier ist dann wesentlich stressfreier.
Fazit: Grundkommandos üben = mehr Freiheit für den Hund.