Die Katze

I. Tipps und Informationen zur artgerechten Katzenhaltung

Sie gilt als eigenwillig, verschmust, anschmiegsam und lebt in zahlreichen Haushalten: unsere Hauskatze.

Mit Ihrer Entscheidung, ein Tier aus unserem Tierheim aufzunehmen, geben Sie nicht nur einer Katze ein Zuhause. Sie werden auch ein großes Stück mehr Lebensqualität bekommen und selbst gesünder bleiben. Tierbesitzer sind ausgeglichener und gelassener. Das Schnurren einer Katze senkt nachweislich den Blutdruck und hilft, Stress besser abzubauen. Dennoch können bei der Eingewöhnung der Katze in ihr neues Zuhause Fragen und Probleme auftreten, bei deren Lösung wir Ihnen behilflich sein möchten. Ihre Katze ist ein eigenständiges lebendiges Wesen, dessen Ansichten davon, wie die Katzenwelt auszusehen hat, nicht immer mit unseren Vorstellungen übereinstimmen.

Daher möchten wir Ihnen nachfolgend Tipps geben und einige Tricks verraten, die das Zusammenleben zwischen Mensch und Tier erleichtern und dazu beitragen, dass Ihre neue Katze Ihnen viel Freude macht, wenn sie sich auf Samtpfoten in Ihr Herz schleicht und damit zu dem wird, was sie sein möchte.

II. Voraussetzung für die Katzenhaltung - Überlegung zur Anschaffung

Katzen können bis zu 20 Jahren alt werden - manchmal sogar noch älter. Wer sich für eine Katze als Wohungsgenosse entscheidet, sollte wissen, dass er für ein ganzes Katzenleben für sie verantwortlich ist. Junge Kätzchen sollten nicht vor 12 Wochen von ihrer Mutter genommen werden. In dieser Zeit lernen sie alles von der Mutter was sie für ihr weiteres Leben wissen müssen.

Die Stubentiger erfordern täglich ein gewisses Maß an Zeitaufwand: zum Füttern, Spielen, Streicheln und Schmusen. Bei Langhaarkatzen sollte der Katzenhalter die tägliche Fellpflege einplanen. Katzen sind nicht, wie vielfach angenommen, ausgesprochene Einzelgänger. Den ganzen Tag allein in der Wohnung bleiben möchte keine Katze. Daher empfiehlt es sich für Berufstätige und Menschen, die wenig zu Hause sind, zwei Tiere zu halten. Natürlich ist es für eine Katze herrlich - aber auch gefährlich - wenn sie so viel wie möglich nach draußen kann. Doch auch als reine Wohnungskatze kann sie glücklich sein, wenn sie einen Artgenossen zum Spielen hat und viel Zuwendung von ihrem Besitzer bekommt. (Trifft auf Katzen zu, die vorher noch nie Ausgang hatten)

Wer zur Miete wohnt, benötigt zur Katzenhaltung die Erlaubnis des Vermieters. Allerdings darf dieser die Einwilligung nur dann verweigern, wenn durch die Katze Belästigungen oder Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Am diplomatischsten ist es, vor der Anschaffung den Vermieter und die übrigen Hausbewohner auf die neue Hausgenossin vorzubereiten.

III. Die Katze kommt ins Haus - Die katzengerechte Wohnung

  • Für einen Schlafplatz, einen Kratzbaum, eine Katzentoilette und ein Körbchen bzw. einen Transportbehälter sollte allerdings genügend Platz vorhanden sein. Ideal ist es, wenn der Kratzbaum mit Kletter- und Versteckmöglichkeiten ausgestattet ist. Damit können Katzen sich stundenlang beschäftigen.
  • Auf eine saubere Toilette legt die Katze großen Wert. Mindestens einmal die Woche sollte das Streu komplett gewechselt, die Häufchen täglich entfernt werden. Am besten verwendet man geruchbindende Katzenstreu oder Klumpstreu. Die Toilette sollte an einem festen, ruhigen Ort stehen, der leicht sauber zu halten und stets für die Katze zugänglich ist. Bei mehreren Katzen sollte jede Katze ihr eigenes Katzenklo haben.
  • Die Wohnung darf keine Gefahren bergen, wie z. B. gekippte Fenster, elektrische Kabel, herumliegende Plastiktüten oder giftige Zimmerpflanzen. Damit sie nicht in Versuchung kommt, die Zimmerpflanzen anzuknabbern, stellt man der Katze ein Schälchen mit Katzengras zur Verfügung.
  • Katzen sind neugierig und verspielt. Sie lieben alles, was sich bewegt, rollt oder baumelt. Egal, ob es sich um ein Bällchen, ein zusammengeknülltes Papier oder eine Spielmaus handelt. Um sich nicht zu langweilen, braucht sie ausreichend Spiel- und Klettermöglichkeiten und wenn nur irgendwie möglich, einen Artgenossen.
  • Spielzeuge an Schnüren sind nach dem spielen stets zu versorgen, da sich die Schnur um den Hals der Katze wickeln kann.

IV. Pflege und Gesundheit

  • Für ihre Körperpflege sorgen Hauskatzen selbst. Langhaarkatzen jedoch müssen täglich gebürstet und gekämmt werden. Verfilzungen im Fell können zu Krankheiten führen.
  • Auch ihre Krallenpflege übernehmen die Stubentiger selbst. Haben sie genügend Gelegenheit nach draußen zu gehen, wetzen sie sich die Krallen an Bäumen usw. ab. Hält sich die Katze in der Wohnung auf, ist ein Kratzbaum oder -brett unerlässlich.
  • Parasitenkontrolle (Flöhe, Ohrmilben, Zecken, Läuse, Hautpilz, Würmer). Wirksame Präparate sind bei ihrem Tierarzt erhältlich.
  • Fruchtbarkeitskontrolle ist ein wichtiger Aspekt bei der Katzenhaltung. Kastration ist nicht nur der beste Weg, unliebsamen Katzennachwuchs zu verhindern, sondern dient auch der Gesunderhaltung. Kater, vor allem Freigänger, verwickeln sich nicht so häufig in Revierkämpfe mit den damit verbundenen Verletzungsgefahren. Bei weiblichen Tieren werden Dauerrolligkeit und die Gefahr der Entstehung von Eileitergeschwüren vorgebeugt. Übrigens sollten auch Kätzinnen kastriert und nicht nur sterilisiert werden.
  • Die Kastration ist ab dem 6. Lebensmonat möglich, aber erst nach dem 7. oder 8. Monat sinnvoll. Den dazu nötigen Eingriff führt der Tierarzt durch. Es hat keinerlei Nachteile für die Tiere. Sie sind danach genauso munter und lebensfroh wie vorher. Auch reine Wohnungstiere sollten kastriert werden.

V. Wichtig - Impfungen und Wurmkuren

Der Tierarzt weiß, wann welche Impfungen für Katzen notwendig sind. Geimpft wird vorbeugend gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und (Tollwut). Bei Katzen mit Freigang muss ebenfalls gegen Leukose geimpft werden. Die Impfungen werden regelmäßig (Jährlich) oder nach Absprache mit dem Tierarzt wiederholt.

Ein jährlicher Gesundheits-Check beim Tierarzt ist zu empfehlen.

VI. Artgerechte Ernährung

Wie alle Lebewesen benötigt die Katze Eiweiß, Fette, Kohlenhydrate, Mineralstoffe und Vitamine. Damit sie lange gesund bleibt, muss ihre Nahrung so zusammengesetzt sein, dass die Nährstoffe in der richtigen Menge und Ausgewogenheit enthalten sind. Falsche Ernährung kann zu Entwicklungs- und Wachstumsstörungen führen. Der Nahrungsbedarf der Katze variiert je nach Lebensweise, Alter, Aktivität, Körperkonstitution und Rasse.

  • Tischreste und menschliche Nahrung sind nicht als Katzenfutter geeignet. Unsere Nahrung ist häufig zu stark gewürzt und zu fett.
  • Immer handwarm füttern. Bitte geben Sie der Katze nichts direkt aus dem Kühlschrank.
  • Kein Schweinefleisch! Darin können Viren auftreten, die zu der für Katzen stets tödlich verlaufenden Aujeszkyschen Krankheit führen können.
  • Bei Knochen ist große Vorsicht geboten. Wenn auch Katzen Geflügelgerippe sorgfältig abnagen, können dabei leicht kleine Splitter verschluckt werden und zu inneren Verletzungen führen.
  • Viel Leber ist nichts für die Katze. Eine übermäßige Leberfütterung kann zu einer Vitamin-A-Vergiftung führen, wobei Lähmungen, Gelenkstarre und Knochenwucherungen entstehen können. Auch reine Fleischfütterung ist nicht unbedenklich, denn Fleisch enthält zu wenig Kalzium. Das kann bei jungen Katzen zu Fehlern beim Skelettaufbau und Neigung zu Knochenbrüchen führen.
  • Milch ist kein tägliches Getränk, sondern Nahrung. Und nicht jede Katze verträgt sie. Denn Milch enthält zu viel Milchzucker (Laktose), der von den Verdauungsfermenten der Katze nur unvollständig gespalten wird. Dabei kann es zu schweren Durchfällen kommen.
  • Handelsübliches Dosen- und Trockenfutter kann an die Katze unbedenklich gefüttert werden. Dabei hängt es vom einzelnen Tier ab, welche Sorte oder Geschmacksrichtung bevorzugt wird. Abends Trockenfutter zu füttern kann dabei auch der Bildung von Zahnstein vorbeugen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Futter frei von Farb- und Konservierungsstoffen und Zucker ist.

VII. Tipps zur Fütterung

Junge Katzen füttert man mehrmals täglich. Eine erwachsene Katze bekommt zwei Mahlzeiten pro Tag: eine morgens und eine abends.

Um dem Tier eine ungestörte Futteraufnahme zu ermöglichen, sollte dabei folgendes beachtet werden:

  • Füttern Sie am besten immer zur gleichen Tageszeit. Das gilt vor allem für Freigänger, da sie sich zu dieser Zeit dann wieder zu Hause einfinden.
  • Als Futterplatz eine ruhige Ecke wählen, die leicht sauber zu halten ist.
  • Futterreste, nachdem die Katze gefressen hat, aus dem Napf entfernen und diesen anschließend mit warmem Wasser ausspülen. Trockenfutter kann natürlich stehen bleiben.
  • Zum Trinken immer frisches Wasser bereitstellen, vor allem wenn Sie viel Trockenfutter geben.
  • Richten sie den Futterplatz nicht in der Nähe der Katzentoilette ein.

Nach dem Fressen lässt man die Katze am besten in Ruhe. Meist sucht sie sich ein stilles Plätzchen zum Schlafen und Verdauen.

VIII. Tipps zur Gesundheit

Jeder Katzenbesitzer möchte, dass es seinem Tier gut geht. Doch leider ist dies nicht immer der Fall. Manchmal helfen schon kleine Tricks, um bei geringerem Unwohlsein Abhilfe zu schaffen.

Die Katze frisst nicht:

Was nützt die beste Katzennahrung, wenn das Tier das Vorgesetzte verweigert. Im günstigsten Fall ist die Katze einfach nur satt, weil wohlmeinende Familienmitglieder oder der Nachbar es wieder zu gut gemeint haben.

Ist die Katze allgemein fressunlustig, kann es schon helfen, wenn man die Nahrung erwärmt oder eine andere Futtersorte anbietet. Bei mehreren Tieren sollte jede Katze einen eigenen Fressnapf haben.

Liegt Appetitlosigkeit vor, verbunden mit Gewichtsverlust, Durchfall oder Erbrechen, muß unbedingt zum Tierarzt gegangen werden!

Die Katze trinkt zu wenig:

Bei Katzen muss auch auf ausreichend Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden, vor allem wenn Trockenfutter verabreicht wird. Wenn das Tier zuwenig trinkt, sollten Sie versuchen sowohl frisches, wie auch abgestandenes Wasser anzubieten. Hilfreich kann es auch sein, das Nassfutter mit Wasser zu verdünnen, damit das Tier auf diesem Weg Flüssigkeit aufnimmt.

Die Katze neigt zum Erbrechen:

Wenn das Tier häufig erbricht, kann es dafür mehrere Ursachen geben. Zum einen kann dafür eine Futterunverträglichkeit vorliegen. Nicht jede Katze verträgt jedes Nass- und vor allem nicht jedes Trockenfutter. Manche Sorten sind etwas scharf und reizen den Magen. Wechseln Sie daher die Sorte.

Zur Zeit des Fellwechsels können auch festgesetzte Haarballen verstärktes Erbrechen hervorrufen. Stellen Sie Ihrer Katze daher ruhig einmal einen Topf mit grünem Katzengras hin. Daran knabbert sie gern, denn es säubert den Magen. Auch die im Fachhandel erhältliche Malt-Paste hilft, verschluckte Haare aus dem Magen zu entfernen.

Aber auch hier gilt, hört das Erbrechen nicht auf oder wird das Erbrochene grün schleimig oder blutig, dann sofort den Tierarzt aufsuchen!

Die Katze hat häufig Durchfall:

Die harmloseste Ursache ist auch hier eine Futterunverträglichkeit. Aber auch eine Umstellung auf eine andere Futtersorte kann breiigen Stuhlgang zur Folge haben. Die tritt auch öfters bei Katzenbabys auf, wenn sie von der Mutter entwöhnt werden. In den meisten Fällen gibt sich dies wieder, sobald sich das Tier an die neue Nahrung gewöhnt hat. Ist der Stuhlgang längere Zeit breiig bis flüssig, kann das jedoch auch an Wurmbefall liegen. Vor allem bei jungen Katzen dauert es oft lange, bis alle Spul- und Hakenwürmer abgetötet sind.

Bei Ihrem Tierarzt erhalten Sie Wurmmittel und erfahren auch, wie und in welcher Dosierung diese zu verabreichen sind.

Sollte der Durchfall nicht weggehen, müssen Sie das Tier auf alle Fälle untersuchen lassen, denn Durchfall selbst ist keine Krankheit, sondern nur ein Symptom, welches auf eine ernsthafte Erkrankung hindeuten kann.

Die Katze speichelt und hat Mundgeruch:

In diesem Fall ist für Ihr Tier ein Besuch beim Tierarzt angesagt, denn wahrscheinlich ist das Zahnfleisch entzündet und es liegt massiver Zahnstein vor. Dies muss behandelt werden, denn das Tier hat möglicherweise Zahnschmerzen und frisst wenig, da es schlecht kauen kann. Es können aber auch andere Krankheiten vorliegen, was durch den Tierarzt abgeklärt werden muss.

IX. Erziehung

Katzen sind unabhängige Individualisten, die man nicht erziehen oder dressieren kann, wie einen Hund. Beim Zusammenleben mit einer Katze ist es am allerwichtigsten, dass man ihre Eigenarten kennt und achtet.

  • Geben Sie Ihrer Katze von Anfang an einen Namen. Katzen lernen, darauf zu reagieren. Sie kommen allerdings nur, wenn es ihnen gerade passt.
  • Ein wenig Erziehung darf es aber ruhig sein. Katzen müssen lernen, dass sie ihre Krallen nicht an Möbel, Gardinen und Tapete schärfen dürfen. Unarten wie Betteln am Tisch sollte man gar nicht erst einreißen lassen.
  • Katzenerziehung erfordert Konsequenz, viel Geduld und Verständnis. Tut ihre Katze etwas Verbotenes, klatschen Sie in die Hände und schimpfen Sie mit ihr, indem Sie sie laut beim Namen rufen. Auch ein anderes lautes Geräusch oder eine kleine Dusche mit der Blumenspritze wirken oft Wunder. Gar nicht begeistert ist die Katze, wenn sie von Ihnen kräftig angepustet wird. Das symbolisiert für das Tier ein Fauchen und zeigt ihm, dass Sie verärgert sind.
  • Bei Katzen, die nach draußen dürfen, kann es auch einmal vorkommen, dass sie für einige Tage verschwinden. Das kann hauptsächlich bei unkastrierten Tieren vorkommen. Man sollte sie dafür nicht bestrafen. Eine Strafmaßnahme würde das Tier nicht mit dem Fortgehen, sondern mit der Rückkehr in Verbindung bringen.

Katzen sind Individualisten und legen viel Wert auf ihre Unabhängigkeit. Am einfachsten gewinnt man ihr Vertrauen, indem man sie in Ruhe lässt, sie nicht aus dem Schlaf reißt und akzeptiert, dass sie sich ihre Schlaf- und Lieblingsplätze selbst auswählen.

X. Erziehung zur Stubenreinheit

Stubenreinheit ist bei Katzen in der Regel kein Problem. Katzenmütter erziehen ihre Jungen sehr früh dazu, die Toilette zu benutzen. Manchmal kommt es dennoch vor, dass man dem Neuankömmling auf die Sprünge helfen muss.

Kommt eine Katze ins Haus, macht man sie am besten gleich mit der Toilette bekannt. Ein älteres Tier wird keine Probleme haben, sie richtig zu benutzen. Bei Jungkatzen gilt: Sobald es Anstalten macht sein Geschäft zu verrichten, setzt man das Kätzchen in seine Toilette. Macht es alles richtig, wird es gelobt und gestreichelt. Zu Beginn sollte man die Katzentoilette nicht sofort reinigen, denn der Geruch zeigt dem unerfahrenen Kätzchen den richtigen Weg.

Prinzipiell gilt, wenn eine Katze ständig unsauber ist, liegt entweder ein gesundheitliches Problem vor, etwa mit Blase oder Nieren, oder das Tier fühlt sich nicht wohl. Auch eine zu laute oder hektische Umgebung oder eine zu große Tierhaltung, indem die einzelnen Tiere zu viel Stress ausgesetzt sind, können dafür die Ursache sein.

Manchmal sind es aber auch Kleinigkeiten, wie eine nicht ausreichend gereinigte Katzentoilette oder bei mehreren Tieren zu wenige Toiletten bzw. eine der Katze unangenehme Einstreu, die das Tier veranlassen, sich einen anderen Ort für sein Geschäft zu suchen.

XI. Katzensprache verstehen

Katzen haben eine eindeutige Körpersprache, mit der sie ihre Bedürfnisse signalisieren. Wer mit einer oder mehreren Katzen zusammen lebt, sollte ihre Sprache kennen und verstehen lernen. Dann kommt es auch nicht zu Missverständnissen. Die Stubentiger drücken sich durch Laute, Körpersprache und Mimik aus.

  • Kommt die Katze mit Hochgestrecktem Schwanz und nach vorn gestrecktem Kopf auf den Menschen zu, freut sie sich, ihn zu sehen. Streicht sie so um ihn herum, möchte sie fressen oder Streicheleinheiten. Liebe Menschen werden mit Köpfchengeben begrüßt.
  • Liegt sie auf dem Rücken und räkelt sich am Boden, fühlt sie sich wohl. Dass sie zufrieden ist, zeigt sie durch halb geschlossene Augen und freundliches Blinzeln.
  • Kauert sich die Katze auf den Boden, macht einen Buckel und das Fell sträubt sich, hat sie Angst. Oftmals faucht sie dabei, legt die Ohren nach hinten und die Pupillen erweitern sich. Sprechen Sie in diesem Fall beruhigend mit dem Tier und blinzeln Sie ihm zu. Auf keinen Fall jedoch sollten Sie eine Katze in so einer Situation bedrängen.
  • Schlägt sie mit dem Schwanz hin und her und sträubt sich das Fell auf dem Rücken, ist Vorsicht geboten. Dann ist sie nervös und gespannt. Lässt man sie dann nicht in Ruhe, geht sie zum Angriff über und zeigt ihre Krallen.
  • Auch mit der Pfote kann der Stubentiger viel ausdrücken. Ein leiser Stupser fordert zum Spielen oder Schmusen auf, während die gehobene Tatze schnell zum Zuschlagen bereit ist. Wenn ihr etwas wiederwärtig ist, schüttelt die Katze die Pfote.
  • Das so genannte Treteln zeigt, dass sie Vertrauen zu dem Menschen hat, gegen den sie sich mit den Pfoten stemmt. Es stammt aus ihrer Kinderzeit, als sie mit diesem "Milchtritt" die Milchproduktion bei der Katzenmutter anregte.

XII. Reise, Urlaub, Wochenende - Wohin mit der Katze?

Katzen reisen nicht gern. Wenn möglich, sollte man sie deshalb zu Hause betreuen lassen. Für das Tier ist es mit geringsten Stress verbunden, wenn sich ein Familienmitglied oder eine nette Nachbarin in der Abwesenheit seiner Menschen um es kümmern.

Das heißt aber nicht, dass Katzenbesitzer ohne Catsitter auf ihre Ferien verzichten müssen. Wer rechtzeitig plant, kann sein Tier in einer der zahlreichen Katzenpensionen unterbringen. Dazu muss die Katze geimpft sein und sie sollte sich mit Artgenossen vertragen.

Auf eine Reise in ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung, die der Katze möglicherweise schon vertraut ist, kann man sie auch mitnehmen. Allerdings sollte man das Tier in der fremden Umgebung nicht nach draußen lassen.